lanadoki

Gedankengut, Lyrik, Kunst

Mein Wesen

Bildschirmfoto 2013-06-11 um 09.21.20

Ich geh vorbei an Promenaden,
überall Frauen die sich beklagen
weil ich mit den Männern gern poussiere,
ohne dass ich mich geniere.

Solln se doch kieken die ollen Dinger,
Langweiler, Neider, schlimme Finger,
ha, da lach ich doch und gehe weiter,
denn um die Ecke steht mein nächster Begleiter.

Wir gingen schwofen, die Röcke flogen,
die Füße übers Parkett zogen,
lustvoll der Verehrer starrte,
ich beim nächsten Buben mich verhakte
und am End nach viel Spaß und Freud nachhause ging.
Allein!

Und die Buben? Zerstreut zurückgelassen auf der Stelle,
mit doch wurscht, sind alle nicht ganz helle.
Bis nach Jahren der Richtige erschien,
der mir gefiel, schwer poussierte, tirilierte, mich umwarb,
ich seiner Leidenschaft verfiel,
die Anderen wurden dann zu viel.

Ich blieb bei ihm und wurde stiller.
Ohne ihn sein will ich nimmer,
doch laut und bockig bleib ich immer.

So bin ich eben alle Zeit gewesen
und will es bleiben, denn das ist mein Wesen.

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